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Die Vielschichtigkeit des Yogas

 

Ich merke an meinen Gedanken für den Beginn der Rubrik Yoga auf meinem Blog, dass ich mir da ein wirklich großes Vorhaben gesetzt habe. Die Idee ist Ihnen, liebe Leserin, liebe Leser, den Yoga jenseits von Lifestyle-Gymnastik, Räucherstäbchen, veganem Essen und indisch/hinduistischen Hare Krishna-Ashram-Leben nahe zu bringen und zu erklären.

 

Ich habe Yoga als eine enorme Wissensvermittlung jenseits von Religion, Sport und Lifestyle erfahren und kennenlernen dürfen. Die Prinzipien und Weisheitsgedanken sind universell und eine Kostbarkeit an Lebenshilfe für jeden Menschen, in jedem Alter, für jede Religion und auch für den Atheisten. Bereits seit etwa 3000 Jahren konnten sie unverfälscht ihre Gültigkeit bewahren und bis in die heutige Zeit vermittelt werden und dadurch wirken. Warum auch nicht? Die Menschen hatten auch damals irgendwie die gleichen Probleme wie wir heute, eben nur in einer anderen Zeit.

 

Es wird nicht vermeidbar sein, dass ich Ihnen immer wieder Begrifflichkeiten in Sanskrit vermittle. Sanskrit ist die Sprache, in der Yoga in den alten Veden (wohl die wichtigste Wissenssammlung der indischen Geschichte) niedergeschrieben wurde. Forscher sagen, es ist die älteste Sprache überhaupt und besteht aus Schwingungen und nicht aus definierten Wortbedeutungen.  Aber versprochen, ich werde die notwendigen Begriffe leicht verständlich erklären. Auch wird es eine Weile dauern, bis alle einzelnen Puzzlesteine zusammen das Yogabild rund werden lassen. Ich bitte also um Geduld.

 

Jetzt geht es los!

 

Es gibt vier Hauptyogawege: Bhakti-Yoga, Karma-Yoga, Jnana-Yoga und Raja-Yoga. Kurz vorab – das mit dem Matte ausrollen und darauf diese Körperübungen machen ist ein kleiner Teil von Raja-Yoga. Das dauert noch eine Weile, bis ich dazu komme. Es gibt so vieles mehr, als auf dem Kopf zu stehen oder den einarmigen Handstand zu üben...

  • Bhakti-Yoga ist der Weg des Herzens und der Hingabe an das Göttliche, die Verehrung des AllEinsSein, wie es z.B. im Kloster gelebt wird. Da kann es auch religiös werden, jedoch geht das mit jeder Religion und muss nicht der Hinduismus sein. Letztlich geht es um die universelle Liebe.
  • Karma-Yoga ist der Weg des selbstlosen Dienens. Das bedeutet etwas zu tun und es dem Göttlichen widmen und nicht vorrangig dem eigenen, persönlichen Erfolg. Das ist der Weg der wirklich für alle im Alltag anwendbar wäre...
  • Jnana-Yoga ist der philosophische und intellektuelle Weg, der Weg der Erkenntnis, in dem nach dem wieso, weshalb, warum gefragt wird. Die alten Griechen waren Meister darin. Der Weg für die Denker und Analysten.
  • Raja-Yoga ist der wissenschaftliche Weg. Hier geht es um die Kontrolle des Geistes und die körperlichen und geistigen Techniken kommen jetzt ins Spiel. Sie ahnen es, hier kommt die Yogamatte, die Ernährung und die Meditation zum Zuge. Auch Patanjali, der Yogaweise mit seinen Sutren, von dem ich immer wieder schreibe, findet hier seinen Platz.

Diese vier großen Yogawege haben alle dasselbe und gleichwertige Ziel: das Aufgehen im AllEinsSein. In unserer Kultur würden wir sagen: das Erlangen des Christusbewusstseins. Viele kennen auch den schon bald abgedroschen wirkenden Begriff Erleuchtung, der das Selbe bedeutet. Das ist ein Zustand, der weit hinter dem Verstand steht und nicht mit dem Verstand zu erfassen, geschweige denn zu verstehen ist. Deswegen wird der Yoga auch als Erfahrunswissenschaft betitelt. Denn die, welche diese Erfahrung gemacht haben, könne nicht wirklich Worte finden, die das Unbeschreibliche auch nur im Ansatz beschreiben könnten. Die von mir gerne erwähnte Äbtissin und Mystikerin Hildegard von Bingen war sicherlich in diesen Zustand eingetreten, sonst hätte sie nicht solch poetische und mystische Texte verfassen können. Alle vier großen Yogawege sind gleichberechtigt, nicht wirklich von einander zu trennen und ich würde sagen, sie bedingen einander.

Und alle vier Yogawege wollen uns eine Möglichkeit zeigen innere Freiheit zu erlangen.

 

Na, dann raus aus der Komfortzone - rein in die Freiheit!

Herzliche Grüße

Nikola Knecht

 

Adresse Räumlichkeiten: Schlossermauer 33, 86150 Augsburg

 

 

Weder stelle ich Diagnosen, noch gebe ich Heilversprechen oder erstelle Therapievorschläge.

Meine Begleitung ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei Angehörigen der Schulmedizin.

Die hier veröffentlichten Texte spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung und Erfahrung der Autorin wieder.

Texte und Bilder: Alle Rechte liegen bei Nikola Knecht, Schwibbogenplatz 2e, 86153 Augsburg

 

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