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Yoga und Gott

 

Bevor ich genauer in die Erklärungen zum Yoga einsteige, bedarf es einer grundlegenden Erklärung des Begriffes GOTT. Denn ich komme nicht umher, im Zusammenhang mit Yoga, immer wieder einen Begriff zu verwenden, der das Unerklärliche beschreibt. In unserer Kultur benennen wir das mit dem Wort GOTT und ob Sie sich da jetzt einen alten Mann mit weißem Bart vorstellen oder pure Energie, ist Ihnen selbst überlassen. Das ist für das Prinzip Yoga vollkommen unerheblich.

 

Jedoch geht es definitiv genau um DAS NICHT ERKLÄRBARE und Yoga hat zum Ziel, sich mit diesem AllEinsSein, diesem absoluten Bewusstsein, diesem nicht Erklärbaren und doch in allem existierenden, bewusst als Mensch zu verbinden, einzutauchen und aufzugehen. Letztlich ist die eigentliche Natur des Menschen nicht die äußere, greifbare Hülle, die wir Körper nennen und wir sind auch nicht die Gedanken, die dieser Körper denkt. Aber ich greife vor…

 

Hier ein paar Vorschläge von Begriffen, die das Wort Gott beschreiben und ihm wohl auch entsprechen. Suchen Sie sich einen aus oder nehmen ihr passendes Lieblingsbeschreibungswort und nutzen es als Synonym in meinen Texten. Ich nutze meist „Das Göttliche“ oder „AllEinsSein“ oder „absolutes Bewusstsein“.

 

Gott = Energie = das Göttliche Prinzip = absolutes Bewusstsein = Quelle von allem = AllEinsSein = Das Eine ohne ein Zweites = die Kraft hinter allem = das ES aus dem ALLES entspringt und wieder zurück geht = universelle Liebe = Das NICHTS = Das Unerklärliche = Das was war, was jetzt ist und immer sein wird = Bewusstseinsenergie = Das nicht Erklärbare = Das Eine hinter allem = Der Ursprung von allem = Das in allem Existente = Unendliche Weisheit = vollkommene Liebe = Non-Dualität = Gnade usw.

 

Warum Yoga für mich keine Religion ist, ist schnell und einfach erklärt. Ich brauche keinen Mittler dazu. Es ist ein innerer Prozess. Auf diesem Weg hilft die Begleitung durch Gleichgesinnte. Bei mir sind das meine Freunde und mein Mann. Denken und erfahren ist in jede Richtung uneingeschränkt und frei möglich, ohne die Gefahr vorgegebene Grenzen zu überschreiten.

Das ist für mich der entscheidende Unterschied zu einer Glaubens- oder Religionsgemeinschaft. Hier bestehen Regeln, Dogmen, Grenzen, Richtlinien und meist in der Gemeinschaft hierarchisch über mir stehende "besser Wissende", die sagen, was gut und was nicht gut ist und mir (wenn auch subtil) Konsequenzen oder gar Strafen androhen. Das ist nicht mein Weg. Ich begegne gerne auf Augenhöhe und ich lerne lieber aus meinen Erfahrungen und durch Inspiration, als durch Maßregelung und Angst. Ich liebe meine Freiheit und bin bereit eigenverantwortlich aus meinen Entscheidungen die Konsequenzen zu tragen.

 

Yoga an sich ist ein innerer Prozess. Yoga ist eine Geisteswissenschaft, die nun mal nur in mir, mit meinem Geist/Gedanken/Gefühl einer Auseinandersetzung bedarf. Ein Lehrer ist hilfreich bei allem, was ich neu erkunden möchte. Im Yoga ist ein Lehrer ein Guru und ein wirklicher Guru ist einfach nur ein Mensch, der die Erfahrung des AllEinsSeins, dem Eintauchen in das unendliche Bewusstsein und darin aufgehen, trotz seines Menschseins bereits erfahren hat. Das klingt jetzt ein wenig abstrakt, wird aber im Laufe der Zeit meiner Blogeinträge Sinn machen.

Gott ist im Yoga etwas ausschließlich Persönliches und Individuelles. Da das Göttliche sich in jedem Menschen manifestiert hat, scheint es mir bei gut 7,5 Milliarden Menschen nur logisch, dass es eine Menge unterschiedliche Wege und Verbindungen zu Gott geben dürfte.

 

Fakt ist, wenn ich Skifahren lernen möchte, dann nehme ich mir einen Skilehrer, der was kann und nicht nur im Pflug den Hang hinunter rutscht. Das ist beim Yoga nicht anders. Und weiter ist der Yoga so neutral, dass er mit allen Religionen kompatibel ist. Ich habe mal einen Bericht über jüdisch-orthodoxe Juden gelesen, die Yoga praktizieren. Cool oder? Und die sind echt streng in dem was sie dürfen und was nicht! Die Tatsache, dass sie Yoga üben zeigt, dass es eben keine Religion ist und vollkommen kompatibel ist. Jedoch muss keiner seine Religion oder seinen Atheismus aufgeben. Und wer sich in seiner Religion gut aufgehoben und wohl fühlt, der praktiziert ja eh schon Bhakti-Yoga :-)

Das finde ich genial an Yoga - es ist wirklich total frei!

 

Mein Yogaweg begann kurz nach einem persönlichen Paukenschlag. Bis dato fand ich Yoga echt doof und ich hätte mich nie freiwillig mit diesen Spinnern eingelassen... :-) Mein Erlebnis führte mich dann doch zum Yoga und folglich zum Yogastudium. Ich hatte eine Hatha-Yoga-Lehrerin, die mir die Grundlagen in Asana (Körperhaltungen), Pranayama (Atemtechniken), Meditation und Philosophie beibrachte, Tonnen von Büchern, zwei Freundinnen, Menschen, die mich inspirierten, mein Erlebnis und Zeit, mich dem allen zu widmen. Und so puzzelte ich mir alles zusammen. Einen Guru, also einen Menschen, der eine Erfahrung im AllEinsSein schon gemacht hatte und mich hätte begleiten können, den gab es nicht. Weit und breit nicht. Ich wurschtelte mich so durch. Heute fühlt sich alles ganz rund an und deswegen schreibe ich auch darüber. Spannend war, dass ich erste dann einen Lehrer, "Guru" gefunden hatte, nachdem ich mir bis auf zwei Fragen, alle selbst in den letzten 14 Jahren beantwortet hatte. Und meinen ersten Lehrer, der für mich wirklich die Beschreibung Guru verdient hätte, traf ich am 4. Dezember 2017 für gerade mal drei Stunden und seit dem habe ich keine mir auf der Seele brennenden Fragen mehr zu meinem Yoga und auch nicht zu Gott. Ist er nun mein Guru? Nein. Ich weiß es nicht. Es ist nicht relevant. Aber wenn, dann hätte er das Zeug dazu, obwohl er das sicherlich nicht sein wollen würde! Dazu ist er viel zu bescheiden.

 

Und ich habe meine Definition von Gott gefunden. Und diese gibt es ausschließlich nur für mich und ist nicht übertragbar.

Ob sie richtig ist? VOLLKOMMEN egal! Meine Definition geht niemanden etwas an und ich will niemand anderen davon überzeugen!

 

So viel kann ich sagen: es ist eher ein Gefühl, als ein ein Wort. Benötige ich doch einmal ein Wort, dann trifft es AllEinssein, vollkommenes Bewusstsein oder Das Göttliche. Leztlich ist es in Worten für mich nicht zu beschreiben. Sie sind immer ungenügend, nicht ausreichend, eben nicht vollkommen in der Wiedergabe meines Gefühls, das ich für "Gott" habe. Aber es ist keine Religion und ich bin nicht religiös! Denn, ich muss nicht bitten, weil ich fühle, es/er ist und ich bin da. Ich muss nirgendwo hingehen, weil es/er ist und ich bin da. Ich muss nichts erreichen, weil es/er ist und ich bin vollkommen. Ich muss mich nicht rechtfertigen, denn  es/er ist und ich bin.

 

Na dann... raus aus der Komfortzone - rein in die Freiheit!

Herzliche Grüße

Nikola Knecht

 

 

Falls Sie Genaueres über meinen Paukenschlag wissen wollen… da müssen Sie sich noch ein bisschen gedulden. Das wird mein zweites Buch „Ab jetzt mein Leben“ und ich schreibe noch daran.

 

 

Adresse Räumlichkeiten: Schlossermauer 33, 86150 Augsburg

 

 

Weder stelle ich Diagnosen, noch gebe ich Heilversprechen oder erstelle Therapievorschläge.

Meine Begleitung ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei Angehörigen der Schulmedizin.

Die hier veröffentlichten Texte spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung und Erfahrung der Autorin wieder.

Texte und Bilder: Alle Rechte liegen bei Nikola Knecht, Schwibbogenplatz 2e, 86153 Augsburg

 

Nikola Knecht, Schwibbogenplatz 2e, 86153 Augsburg, Deutschland

Telefon: +49 171 75 075 90, Email: nikolaknecht@posteo.de

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