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Karma Yoga ist mehr als in der Suppenküche aushelfen…

 

Schmeißt man den Begriff Karma-Yoga in den Raum und fragt was das ist, dann kommt meist irgendeine Antwort mit „Mutter Theresa“ oder „in der Suppenküche arbeiten“. Das ist an sich schon gar nicht mal so falsch. Tatsächlich ist mit Karma-Yoga auch das selbstlose Dienen im caritativen oder ehrenamtlichen Engagement gemeint. Das ist jedoch nur ein Aspekt, der „Seva“ genannt wird. Im Bayrischen sagen wir zur Begrüßung und zum Abschied oft „Servus“. Servus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Diener“. Ist vom Wortstamm wohl identisch und letztlich ist mit dem Gruß „Servus“ gemeint: ich diene dir, stehe dir zur Verfügung, helfe dir, usw.

 

Karma-Yoga bedeutet aber so viel mehr als der Aspekt Seva. Die Bhagavad Gita ist eine zentrale Schrift in der Yogalehre, in welcher das Karma-Yoga sehr deutlich und anschaulich erklärt wird. Die Umstände und die Erkenntnis dieser Geschichte sind ohne Probleme in die heutige Zeit zu transportieren und der Leser erkennt sich selbst sofort in seiner eigenen Lebenssituation wieder.

 

Hier die wohl kürzeste Zusammenfassung der Bhagavad Gita:

 

Arjuna, Königssohn und Krieger, wurde die rechtliche Thronfolge von einem fiesen Verwandten weggeschnappt. Deswegen stehen sich jetzt zwei Kriegsparteien auf einem riesen Schlachtfeld gegenüber: Arjuna und der fiese Verwandte jeweils mit Beratern und Truppen.

Arjunas Berater ist sein Freund Krishna (… DER Krishna, dieser blaue Gott), aber Arjuna hat keine Ahnung, dass sein Freund DER Krishna ist. Arjuna ist total verzweifelt, weil er überhaupt keine Lust hat seine Verwandten zu töten, um den ihm rechtlich zustehenden Thron zu bekommen. Er zerbricht innerlich fast daran nun töten zu müssen, nur um den Thron zu bekommen. Er hadert, betet und bittet endlich seinen Freund um Hilfe. Krishna erklärt ihm dann mal kurz, so auf dem Schlachtfeld, kurz bevor es mit dem Gemetzel los geht, wie das Leben so funktioniert. Dabei offenbart er sich als DER Krishna und Arjuna ist „pling“ erleuchtet, versteht alles und kämpft.

 

Er kämpft, weil er verstanden hat, dass es seine Berufung in diesem Leben ist Krieger und Königsohn zu sein. Und die damit verbundenen Aufgaben und Verpflichtungen zu erfüllen hat (Dharma genannt)

 

Jetzt kommt das total Entscheidende und die Erklärung für Karma-Yoga:

 

Er kämpft nicht, um für sich persönlich etwas zu erreichen, also sein EGO zu füttern und zu pflegen oder übermäßig irdische Güter anzuhäufen oder eben den Thron wieder zu bekommen – NEIN er kämpft weil er als Krieger und Königsohn inkarniert und geboren wurde. Das bedeutet, er macht das nicht um etwas zu werden, sondern weil er es ist. ER LEBT SEIN SEIN. Und dann erklärt Krishna noch, dass seine Seele unsterblich ist und wenn etwas im Kampf von ihm sterben würde, dann nur sein physischer Körper.

 

Wenn man das verstanden hat, dann gibt das einen völlig anderen Blick auf sich selbst und sein Leben.

 

Es gibt also doch so etwas wie eine Aufgabe, einen Seelenplan, den es zu erfüllen gibt. Und es geht uns gut, wir sind gesund, frei und munter, erfolgreich, wenn wir unsere tatsächliche Berufung in diesem Leben gefunden haben und sie leben. Der Hauptantrieb ist NICHT das Ego und den Geldbeutel zu pimpen….

 

Nach meinem Verständnis und meiner Erfahrung heraus resultiert mit dieser Einstellung und dieser Erkenntnis der Erfolg in allen Lebenslagen von ganz alleine. Da muss man zwar auch was dafür tun, das bleibt nicht aus. Aber man lebt sein SEIN.

 

So… und nun noch einen Schritt weiter, um die Gehirnzellen etwas zu fordern:

 

Was ist Vollkommenheit? Was ist DIE Wahrheit? Ich bin fest davon überzeugt, dass mein kleines Hirn nicht in der Lage ist das zu erfassen. Daher muss ich einen anderen Weg nehmen, dass ich damit klar kommen: ALLES, JEDER ASPEKT VON ALLEM, ist ein Teil der absoluten Vollkommenheit und der absoluten Wahrheit. ICH, mit meinem gelebten SEIN, trage also einen entscheidenden Teil dazu bei, dass wir die Vollkommenheit auf Erden erfahren.

 

Und da ich Respekt, Freundlichkeit, Achtsamkeit, Freiheit und Gewaltlosigkeit in meinem Leben erfahren möchte, ist mein Verhalten danach ausgerichtet… Sie wissen schon… das Gesetz der Resonanz…

Auch das unterrichtet Krishna Arjuna und zwar im 12. Kapitel: Wer gegen kein Wesen übel gesinnt ist und wer Mitleid hat, wer frei ist von Egoismus und Selbstsucht, gleichmütig in Leid und Freude und wer geduldig ist (…) den liebe ich (ich = Krishna = Gott)

 

Jetzt verstehen Sie vielleicht, warum ich diesen Blog schreibe und Bücher… ich kann gar nicht anders. Es erquickt meine Seele zu tiefst hier zu tippen (sitze beim Schreiben gerade im Zug, höre Mozart und bekomme gar nichts um mich herum mit … herrlich… fühl mich super mit mir selbst) Das ist Karma-Yoga – meine Form von Karma-Yoga.

 

Ah… fast vergessen… lesen Sie mal die Bhagavad Gita… ist ein phänomenales und großartiges Werk. Gandhi hat sie angeblich täglich gelesen und immer eine, schon ganz abgegriffene Ausgabe, mit sich herum getragen. Thomas Mann und Schoppenhauer waren davon wohl auch begeistert…

 

Noch was... Sie kennen die Geschichten von Menschen, die einen Ashram besucht und dort längere Zeit gelebt haben? Und dann wochenlang die Latrinen putzen mussten? Solche (selbstlosen) Tätigkeiten (= Seva, Karma-Yoga) helfen in die Gelassenheit gegenüber den Handlungen zu kommen, die „das Ego beleidigen“… So – nun putzen Sie doch gleich ganz anderes Ihr Klo, oder? Hat ja nix mit Ihrem Ego oder Ihrer „Position in Beruf oder Gesellschaft“ zu tun. Es muss halt gemacht werden… schon ist der Stress raus! Knaller, oder?

 

Na dann, raus aus der Komfortzone – rein in die Freiheit!

Herzliche Grüße

Nikola Knecht

 

 

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