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Drei Körper – fünf Hüllen… der Mensch aus yogischer Sicht

 

Die meisten Leser werden mir zustimmen, dass der Mensch aus Körper, Geist und Seele besteht. Prima! Das sieht man in der Yogalehre auch so. Jedoch wird hier der „Geist“ nochmals, insgesamt in 3 Teile aufgesplittet. 1 Körper +3 Geist +1 Seele macht fünf Hüllen in 3 Körpern. Daher die Begrifflichkeit 3 Körper, fünf Hüllen.

 

Da Yoga ein System ist, wird auch alles benannt: physischer Körper (Sthula Sharira), Geist/Astralkörper (Shuksma Sharira) und Seele/Kausalkörper (Karana Sharira) sind die Begrifflichkeiten für die Körper, wie wir sie in unserer Kultur kennen. Wechseln wir auf die 5 Hüllen, dann heißen diese:

 

Physischer Körper – Nahrungshülle – Annamayakosha

Astralkörper – Energiekörper – Pranamayakosha

Astralkörper – Geist-/Emotionalkörper – Manomayakosha

Astralkörper – intellektueller Körper – Vjinanamayakosha

Kausalkörper – Wonnekörper - Anandamayakosha

 

 

Das Wort„maya“ bedeutet „gemacht“ und „kosha“ bedeutet „Hülle“. Jeder Mensch „macht“ seine Hüllen selbst. Das hat mich total fasziniert, als ich das das erste Mal gehört habe. Denn das würde bedeuteten, dass wir als Mensch selbst Einfluss auf alle unsere unterschiedlichen Ebenen haben. Dass wir auf unseren physischen Körper Einfluss habe, das ist uns wohl allen klar… Ernährung und Bewegung sind hier die Grundpfeiler und für jeden frei zugänglich.

Ob wir diese Erkenntnis jedoch nutzen? Tja….

 

Auf unseren Energiekörper, als grobstofflichsten unserer feinstofflichen Ebenen, haben wir ebenfalls Einfluss. Hier wirken Atemtechniken. Inzwischen hat sogar schon die Schulmedizin herausgefunden, dass richtiges, volles Atmen einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und auf die Regulierung von Stress und wilden Gedanken hat. Prana ist nur der indische Begriff für das chinesische Chi oder das altdeutsche Wort Odem, der Lebenshauch. Macht plötzlich alles Sinn. Pranamayakosha wird uns noch intensiv beschäftigen, den hier sind die Chakren und die Energiebahnen zu Hause, die sowohl im Yoga, als auch beim Geistigen Heilen eine wichtige Rolle spielen. Aber nicht sooooo wichtig, wie die meisten superschlauen Eso-Chakren-Spezialisten meinen….!

 

Auch auf unseren Emotionalkörper haben wir Einfluss. Denn, wir können unsere Emotionen wahrnehmen, betrachten, durchleben und loslassen. Manomayakosha spielt eine zentrale Rolle beim Geistigen Heilen, jedoch ist es im Yoga durch das Üben von Atemtechniken und anschließendem Meditieren ebenfalls zugänglich. Bis ich amazinGRACE und SKYourself konnte, war das echt harte Arbeit. Heute ist das unfassbar viel leichter und effektiver. Ist fast schon "SpeedYoga"! Welch ein Segen.

 

Vjinanamayakosha – die intellektuelle Hülle, ist im weitesten Sinn vergleichbar mit der Akasha-Chronik. Dem Weltengedächtnis, in dem alles Wissen, das jemals war, jetzt ist und in Zukunft sein wird, gespeichert ist. Auch das Wissen, das jeder einzelnen, individuellen Seele zugeordnet ist, befindet sich hier. Im Yoga gelingt es den sehr Geübten durch intensive Meditationspraxis hier gelegentlich Zugang zu finden. Im Geistigen Heilen ist das schon wieder deutlich einfacher und hilft so den Klienten unter Umständen enorm.

 

Jetzt kommen wir zu Anandamayakosha. Wonnekörper. Vollkommene Glückseligkeit. Ohne Worte. Hier ist kein Einwirken mehr möglich. Dieser Zustand IST. Es zu erklären ist genau so schwierig, wie das Wort Liebe zu erklären. Und doch wissen wir, was Liebe ist. Ananda (Wonne) erschließt sich nicht so leicht wie Liebe, die immer noch etwas Irdisches ist, da es z.B. von zwei Menschen zu erfahren ist. Aus dieser Hülle kommen die uns ganz eigenen Informationen, was man denn nun tun kann (im Leben), damit es wieder rund läuft. Es ist der Ort unseres Seelenplans? Ja – so könnte man es vielleicht sagen. Doch leider offenbart der sich nicht soooo einfach. Da müssen wir in den ganzen vorherigen 4 Hüllen schon mal ordentlich aufgeräumt und ausgemistet haben, dass wir das genau erkennen. Aber zum Glück gibt es die göttliche Gnade, die lässt dann auch mal einen Impuls einfach so hindurchhuschen und in unserem wirren Verstand eine eindeutige Information durchknallen, die das verhüllte Menschlein dann auch versteht. Das nennt man Intuition, Geistesblitz, Vorahnung, Ruf oder sonst etwas… Genau, Sie suchen sich den Begriff wieder aus.

 

Alle fünf Hüllen umschließen Atman, die individuelle Seele. Ähnlich einem Schwert, das in einer Hülle steckt oder einer Nuss, die in einer Schale eingebettet ist. Daraus kann man schließen, dass die Seele eine menschliche Erfahrung macht und nicht, dass der Mensch eine Seele „hat“.

 

Dieser Aufbau von 3 Körpern und 5 Hüllen ist die Erklärungsgrundlage sowohl für den Raja Yoga, als auch für das Geistige Heilen. Patanjali´ s 8gliedriger Pfad aus den Yogasutren erklären Schritt für Schritt den möglichen Eintritt in die Erfahrung von Samadhi (Erleuchtung), welches das Ziel von Yoga ist. Die 5 Hüllen verhüllen dann nicht mehr das Höchste, individuelle Selbst (Atman). Mit der Erleuchtung erfährt man die unbeschreibliche Auflösung der irdischen Dualität und somit das Eintreten und damit die eigene Auflösung in das AllEinsSein. Mag man den yogischen Schriften glauben, dann ist mit dem Erleben dieser Einheitserfahrung als Mensch der Ausstieg aus dem Rad der unendlichen Wiedergeburt vollzogen. Letztlich ist es kein Privileg, sondern ein seelisches Grundrecht.

 

In den nächsten Blogeinträgen über Yoga werde ich jedes einzelne Kosha erläutern und auch den 8gliedrigen Pfad nach Patanjali.

 

Na dann… raus aus der Komfortzone – rein in die Freiheit!

Herzliche Grüße

Nikola Knecht

 

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