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Patanjali´ s 8gliedriger Yogaweg in die Freiheit

 

Nachdem die Koshas jetzt vollständig beschrieben sind, konnte vielleicht ein neuer Eindruck über den Menschen, als Körper-Geist-Seele-Wesen, gewonnen werden. So ganz neu war es ja nicht, nur der Geist wurde in drei Hüllen aufgegliedert.

 

Yoga als Erfahrungswissenschaft hat ein System, das für jeden Menschen anwendbar ist. Es ist vollkommen religionsfrei und sehr pragmatisch angelegt. Das ist etwas für mich - ich brauche es kurz und knapp und sofort anwendbar.

 

Der Yogaweise Patanjali (er lebte irgendwann zwischen 2. Und 4. Jhd. n. Chr.) hat als erster überhaupt die Essenz des Yogas niedergeschrieben. Aber wirklich nur die Essenz. Wollte ein Mensch von einem Guru/Lehrer als Schüler aufgenommen werden, so musste dieser zuerst einmal die aus 195 bestehenden Leitsätze auswendig lernen. Das alleine reicht aber nicht für die Erkennung der tiefen Bedeutung jeden einzelnen Satzes. Die tiefe Wahrheit kann nur ein Lehrer im eins-zu-eins Unterricht vermitteln.

 

In diesen 195 Sutren (= Sanskrit für Leitfaden), welche in 4 Kapitel eingeteilt sind, haben 5 Sutren im zweiten und 3 im dritten Kapitel eine ganz besondere Bedeutung, die den Namen Ashtanga tragen. Ashtanga bedeutet wörtlich übersetzt „der achtgliedrige Weg“. Und ja, es gibt eine Yogarichtung, die sich Ashtanga-Yoga nennt. Der Gründer ist der 2009 verstorbene Pattabhi Jois, der ein Schüler des berühmten T. Krishnamacharya (1888 - 1989) war. Dieser gilt als Begründer des Hatha-Yogas, so wie wir ihn heute in der westlichen Welt kennen und praktizieren. Der Hatha Yoga unterscheidet sich grundlegend von anderen Yogarichtungen, die oft von einem großen spirituellen und manchmal sogar mystischen Personenkult um einen Guru geprägt sind. Die großen Lehrer im Hatha Yoga waren oft Professoren an den Universitäten und lehrt dort Indische Philosophie und/oder die indische Gesundheitslehre Ayurveda, wovon Hatha Yoga ein Teil ist. Die in dieser Tradition stehenden Lehrer waren häufig Heiler, wie Krishnamacharya und sein Sohn T. K. V. Desikachar oder auch der berühmte B.K.S. Iyengar, der ebenfalls seine eigene Yogarichtung hatte: das Iyengar-Yoga, ein sehr körperlicher Weg mit perfektionierten Asanas und einer starken therapeutischen Ausrichtung.

 

Warum ich das erzähle? Weil alle gemein haben, dass sie sich auf den 8gliedrigen Weg beziehen. Letztlich beziehen sich alle Yogarichtungen, egal welcher Guru oder Schwerpunkt in einem der vielen Yogarichtungen vorherrscht, auf Ashtanga. Und dieser 8gliedrige Weg versammelt in sich alle Werkzeuge, die wir brauchen, um unsere 3 Körper und 5 Hüllen zu erfahren und ggf. „neu“ zu machen. Das wissen Sie ja nun schon, dass alles nur „gemacht“ ist und anders „gemacht“ werden kann, wenn es denn nicht gefällt. Und wer macht das? Genau :-) SIE MACHEN DAS. Und ich als Geistige Heilerin kann Ihnen dann noch ein bissal einen Turbo-Boost dazu geben, damit Sie nicht gar soooo viel üben müssen.

 

Hier sind die 8 Schritte auf dem Ashtanga-Weg, die zur Vollkommenheit führen können:

  • Yama: Ethische Empfehlungen im Umgang mit anderen
  • Niyama: Persönliche Disziplin
  • Asana: Sitzhaltung für die Meditation, innere Einstellung, Hatha Yoga Körperübungen
  • Pranayama: Atmung für die Meditation; Herrschaft über das Prana, die Lebensenergie, hauptsächlich über die Atemübungen
  • Pratyahara: Rückzug der Sinne nach Innen: Die Fähigkeit, einen meditativen Gemütszustand einzunehmen
  • Dharana: Konzentration - sowohl im Alltag als auch in der Meditation
  • Dhyana: Meditation bzw. vertiefte Konzentration
  • Samadhi: Der überbewusste Zustand … oder sie sagenumwobene Erleuchtung :-)

Gaaaaanz easy !!! :-) Ich möchte nur einmal erwähnen, dass das echt über Jahrtausende erprobt ist! Das System Yoga ist so genial, dass es, obwohl es so alt ist, heute für den Menschen immer noch perfekt passend ist. Ich bin seit 15 Jahren total fasziniert davon. Und weil Yoga für den Menschen ist, gibt es so viele verschiedene Yogarichtungen. Da werden Sie jetzt doch bitte etwas finden.

 

Mag die eine Yogarichtung ihren Schwerpunkt auf dem Ausüben von Asanas haben und die andere auf Meditation… letztlich kommen alle zur Meditation. Denn DAS ist es, was uns den Weg nach Innen gibt. Durch die Kontrolle der Gedanken kann man das Prana lenken, die Lebensenergie und dann entsteht bewusste Veränderungen. Geistiges Heilen, also Heilen mit der Kraft der Gedanken findet nun langsam seine Erklärung.

 

Ich habe vor kurzem, nach fast einem Jahr, eine Vertretungsstunde Yoga gehalten. Ich war zu streng mit meinen alten Schülern… Matte ausrollen und tolle Körperübungen machen ist einfach nicht wirklich Yoga, wenn nicht die anderen Teile dazu kommen! Das möchte ich Ihnen mit den folgenden Blogeinträgen zum Ashtangaweg erklären. Und ebenso die Erklärung dafür, warum meine Art des Geistigen Heilens möglich ist, da es seinen Ursprung nun einmal im Yoga hat.

 

Ein Yogi ist ein Mensch der Yoga übt mit dem Ziel als Mensch die Einheit (AllEinsSein, vollkommenes Bewusstsein oder wie immer Sie das auch nennen) erfahren zu wollen.

 

Wenn es also nur darum geht den Körper geschmeidig und kraftvoll zu machen… dann fehlt da noch ganz schön etwas, um ein echter Yogi zu sein. Das ist der Grund, warum ich meist mit den Augen rolle, wenn jemand sagt: ich mache Yoga…

 

Yoga macht man nicht. Man übt, sucht, reflektiert, schnauft, weint, lacht, räumt mit seinen Prägungen und Konditionierungen auf, lernt die Gedanken zu kontrollieren und lässt sich nicht weiter VON den Gedanken kontrollieren UND hat die tiefe Sehnsucht nach Innerer Einheit und vollkommener Harmonie und hört nicht auf, bis dieses Ziel erreicht ist. Da war jetzt nicht so viel davon die Rede die Matte auszurollen… :-) Aber es ist ein Anfang und jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne.

 

Es gilt alle 8 Weg zu üben. Manche behaupten, man muss von vorne mit den Yamas anfangen und wenn das passt, dann den nächsten Schritt. Ich sehe das nicht so. Bis auf Samadhi alle gleichwertig üben und somit auf allen Ebenen gleichzeitig etwas verändern. Aber jeder in seinem Maß und seinem Tempo, denn jeder ist besonders. Die reine Meditation und Samadhi, die werden einem geschenkt und können nicht willentlich ein und aus geschalten werden. Außer, ich bin schon dauerhaft im Erleuchtungszustand…. Also ich kenne so jemanden nicht persönlich.

 

Apropos Anfang – der nächste Blogartikel in der Rubrik Yoga macht den Anfang mit den Yamas – den ethnischen Empfehlungen im Umgang mit anderen. Die Matte ausrollen dauert noch – ist der dritte Step auf dem Weg.

 

Und bei den Yamas kann es auch schon los gehen mit…

 

…raus aus der Komfortzone – rein in die Freiheit (die das Ziel von Yoga ist!)

Herzliche Grüße

Nikola Knecht

 

 

 

Adresse Räumlichkeiten: Schlossermauer 33, 86150 Augsburg

 

 

Weder stelle ich Diagnosen, noch gebe ich Heilversprechen oder erstelle Therapievorschläge.

Meine Begleitung ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei Angehörigen der Schulmedizin.

Die hier veröffentlichten Texte spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung und Erfahrung der Autorin wieder.

Texte: Alle Rechte liegen bei Nikola Knecht, Schwibbogenplatz 2e, 86153 Augsburg

 

 

PKK

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