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Wer Pranayama beherrscht… ist ein Energie-Junkie

 

Pranayama - das Beherrschen des Lenkens von Prana/Energie ermöglicht einen sehr direkten Zustand in bewusstseinsverändernde Wahrnehmungen...

Ist ein bisschen wie Kiffen (hab ich mir sagen lassen...) - nur vollkommen legal, ohne Nebenwirkungen und man ist dem Zustand nicht hilflos ausgeliefert!

Ich muss dazu sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie sich Drogen anfühlen... Naja… ich hab mal Cookies gegessen, (mit 44 Jahren zum ersten und letzten Mal) und ja, da war auch Schokolade drin, aber eben nicht nur… Ich warte noch heute auf die Reaktion. Mir wurde ein bissal schwindelig und ich wurde total müde – wie bei Alkohol. Also lasse ich beides sein, da ich nüchtern viel mehr Spaß habe und ungern fremdgesteuert bin.

 

Bevor es los geht... die  Definition über Pranayama stammt wieder aus dem Buch Über Freiheit und Meditation, Das Yoga Sutra des Patanjali von T.K.V. Desikachar aus dem Vianova Verlag und ist kursiv geschrieben:

 

PRANAYAMA – Die Herrschaft über das Prana (Lebensenergie)

 

Pranayama bedeutet das Unterbrechen unbewusster Atemmuster. Das ist erst dann möglich, wenn die Praxis von Asana in einem gewissen Maß beherrscht wird.

 

Im Gegensatz zu den Asanas, wozu es nur eine Sutre gibt, sind es insgesamt 5 Sutren, die einem die Art und Weise des Praktizierens von Pranayama und dessen Auswirkungen erläutert.

Es gibt sehr viele verschiedene Techniken, die das Verhältnis von Einatmung zu Ausatmung und Atemverhaltung (Atem anhalten) trainiert. In unterschiedlichen Varianten gelingt zunehmend eine immer intensivere Kontrolle über den Atemreflex. Der Atem wird willentlich beeinflusst und somit ist die Regulierung von Prana, welches am meisten in der Atemluft zu finden ist, sehr intensiv möglich. Durch zusätzliche körperliche Techniken (Bandas/muskuläre Verschlüsse im Beckenboden, Zwerchfell und in der Kehle) ist ein intensives Lenken von Prana in den Energiebahnen möglich und wirkt sich in den Koshas aus (NICHT das Lenken von Sauerstoff im physischen Körper!). Irgendwann führt dies zu einem dann natürlichen und gleichförmigen lagen Atem. Und je ruhiger der Atem, desto ruhiger sind die Gedanken.

 

Wenn ich also meinen Atem lenken kann, dann kann ich meine Gedanken lenken... und das beeinflusst meine Emotionen...

Immer wieder faszinierend für mich, wenn mir Klienten nach schon relativ kurzer Zeit des Übens das bestätigen!

 

Neben der Einatmung, der Ausatmung und dem Atemverhalten gibt es einen vierten Zustand, der eine Überschreitung der bewussten Regulierung der anderen drei gilt. Kevala Kumbhaka genannt. Ein Zustand, der mit Worten nur schwer zu beschreiben ist.

 

Ich versuch es einmal.

 

Also: durch intensives Atmen ist der physische Körper und die Koshas mit sehr viel Prana angereichert. Wir bestehen aus Prana/Energie. Wir verbrauchen auch ständig Prana. Aber wenn wir uns erfüllen damit, dann hat man quasi die Vorratskammer voll und muss ´  ne Weile mal nicht einkaufen gehen. So ist es mit dem Atmen auch. Ist die Vorratskammer mit Prana voll, dann muss man nicht mehr Atmen. Klingt total irre – ist total irre, aber leider geil! Eine unfassbare Ruhe und Stille tritt ein. Unbeschreiblich schön. Ein neuer Seinszustand – aber nur, wenn es keine (psychischen und emotionalen) Blockaden mehr gibt. Denn der Gedanke nicht mehr atmen zu „können/müssen“, wohl gemerkt der GEDANKE, kann bereits Ängste auslösen und husch, ist es vorbei mit dem tollen Zustand…!

 

Daher der ultrawichtige Hinweis, dass Pranayama wirklich nur mit einem erfahrenen LehrerIn erlernt und geübt wird. Man weiß heute aus der Forschung, dass durch das bewusste Atmen viele psychisch/emotionale Zustände geheilt werden können, aber auch erst einmal hervortreten können… Also bitte NICHT einfach mal bis zur Hyperventilation alleine probieren! Da braucht es wirklich ein erlerntes Fundament, damit das dann auch echt Spaß macht :-)

 

Durch die regelmäßige Praxis von Pranayama verringern sich die Blockaden (Gedanken), die uns an einer klaren Wahrnehmung hindern. Ein bisschen so, als würde der Schleier, der das göttliche Licht in uns verhüllt, mehr und mehr entfernt.

 

Wer regelmäßig Pranayama übt löst also nicht nur mentale Blockaden, sondern entwickelt ein tatsächlich wahrnehmbares Gefühl von Licht, Leichtigkeit und Energie. Quasi schon kurz vor der Erleuchtung! Und genau so fühlt man sich dann auch: licht, leicht und weit. Das ist dann so ein bisschen wie Kiffen – legal, kostenlos, ohne Suchtgefahr und zu jeder Zeit verfügbar… Pranayama würde auf einen Schlag die Drogenkriminalität senken :-)

 

Etwas, das mir sehr am Herzen liegt, möchte ich hier erzählen:

 

Lauscht man seiner Atmung durch die Nase bei geschlossenem Mund, dann kann man bei der Einatmung die Silbe SO und bei der Ausatmung die Silbe HAM hören.

 

SO HAM.

Lauschen Sie einmal.

SO HAM.

Bei jedem Atemzug.

 

SO HAM ist Sanskrit und bedeutet ICH BIN.

 

ICH BIN bedeutet, dass man das unendliche Bewusstsein ohne Dualität ist. Das AllEinsSein. Wie auch immer Sie das nennen wollen. Nach dem ICH BIN kommt KEIN Adjektiv wie groß, lieb, weiblich oder so. Denn das gibt es im AllEinsSein nicht mehr, da keine Dualität mehr existiert. Jeder Atemzug, vom Tag unserer Geburt bis zu unserem Letzen sagt uns immer wieder, wer oder was wir tatsächlich sind und dass zieht sich durch und verbindet somit alle Koshas…

 

Wir sind die Vollkommenheit. Jeder einzelne von uns Menschen.

Jeder Atemzug sagt uns das.

JEDER.

 

Und wir haben in unserer Kultur keine Ahnung davon, obwohl wir es uns selbst ohne Unterbrechung, bei Tag und bei Nacht selbst sagen.

Unser Atem ist das wichtigste Mantra.

Können Sie meine Begeisterung für Pranayama nachvollziehen?

Ist mir eigentlich egal… für mich ist es göttlich!

 

Nun ist auch verständlich, warum vor dem Üben von Meditation unbedingt Pranayama praktiziert werden sollte. Das stille Sitzen, das Zurückziehen der Sinn und die Konzentration fällt dann so viel leichter. Aber davon mehr im nächsten Blog über Yoga.

 

Zusätzlich entstehen auch auf der physischen Ebene sehr viele positive Vorteile: Das Zwerchfell, die Bauch- und sogar ein bisschen die Rückenmuskulatur, sowie die Zwischenrippenmuslkeln (einer meiner absoluten Lieblingswörter...!) werden beim tiefen Atmen gedehnt und gestärkt. Mehr Platz im Brustkorb entsteht und dadurch kann sich die Lunge weiter ausdehnen. Ein höheres Lungenvolumen entsteht und dadurch können durch die Ausatmung mehr Schlackstoffe abtransportiert und der Übersäuerung des Körpers entgegengewirkt werden. CO2 wird abgebaut und dadurch kommt mit der Einatmung mehr Sauerstoff in den Körper, in die einzelne Zelle. Es tritt quasi auf den Schlag eine Verjüngungskur in Kraft.

 

Kommen dann noch durch eine gute Ernährung die richtigen Baustoffe für einen menschlichen Körper dazu, schnauft und isst man sich gesund! Dadurch stärkt sich das Immunsystem und ich habe nicht wenige Yogaschüler, die dadurch erkältungsfrei durch die Winterzeit kommen. Pranayama ist großartig für ein gestärktes Immunsystem und somit super für Asthmatiker und Allergiker. Nicht umsonst bieten Lungenärzte Atemtherapie-Gruppenstunden für Leidgeplagte an… Weiter werden die Bauchorgane sanft durch das Heben und Senken der Bauchdecke beim Atmen massiert. Wellness für den Bauch und somit eine natürliche Anregung für den Magen-Darm-Trackt, welcher unser größtes Immunabwehrsystem ist. Pranayama hat wirklich nur Vorteile, wenn man es richtig erlernt hat und regelmäßig übt.

 

Im Geistigen Heilen nach der amazinGRACE-Methode nutzen wir auch ganz bewusst Atemtechniken, um die Energie beim Klienten in Fluss zu bringen. Und was soll ich sagen? Es funktioniert! Denn wir alle sind ja miteinander auf der tiefsten Ebene verbunden und somit können wir dem Klienten diese Kraft zur Verfügung stellen. Ein wirklicher Segen!

 

Ich liebe Pranayama! Ich könnte noch lange weiter erzählen. Aber wie wäre es, wenn Sie sich selbst über das Wunder des Atems bewusst werden, in dem Sie diesem einfach mal lauschen...

 

Sie wissen ja was jetzt kommt…                                

 

… raus aus der Komfortzone – rein in die Freiheit!

 Herzliche Grüße

 Nikola Knecht

 

Adresse Räumlichkeiten: Schlossermauer 33, 86150 Augsburg

 

 

Weder stelle ich Diagnosen, noch gebe ich Heilversprechen oder erstelle Therapievorschläge.

Meine Begleitung ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei Angehörigen der Schulmedizin.

Die hier veröffentlichten Texte spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung und Erfahrung der Autorin wieder.

Texte und Bilder: Alle Rechte liegen bei Nikola Knecht, Schwibbogenplatz 2e, 86153 Augsburg

 

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