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Wie wär´ s heut mit Erleuchtung …?

 

Patanjali´ s Yogasutren mit dem 8gliedrigen Pfad ist ein Werkzeug oder eine Lebensweise, die uns Freiheit, Gesundheit, Kraft und Zufriedenheit ermöglichen kann.

 

Der Weg führt über den Umgang mit uns selbst, den anderen, der Stärkung des Körpers, der Lenkung des Atems/Prana, dem Rückzug der Sinne über die Konzentration hin zur Meditation.

 

Der letzte der acht Stufen wird SAMADHIH genannt.

 

Die jeweiligen Definitionen stammt wieder aus dem Buch Über Freiheit und Meditation, Das Yoga Sutra des Patanjali von T.K.V. Desikachar aus dem Vianova Verlag und sind kursiv geschrieben:

 

 

SAMADHIH – Die vollkommene Vereinigung mit einem Objekt, das wir verstehen wollen

 

Entwickelt sich der Prozess (… aus der Meditation) in dieser Weise weiter, dann ist der Mensch so sehr mit dem einen Objekt verbunden, dass nur noch dieses Objekt in ihm aufleuchtet. In diesem Zustand erscheint es, als ob der Mensch das Empfinden für seine eigene Person verloren hat. Das ist SAMADHI, die vollständige Vereinigung mit dem, was verstanden werden will.

 

Es ist wirklich schwierig diesen Zustand zu beschreiben…. Die Verbindung von dem Meditierenden und seinem Meditationsobjekt, auf das er ausgerichtet ist, ist so intensiv und eng, dass es nichts anderes mehr gibt. Es ist, als würde man damit verschmelzen und es ist einem nicht mehr klar, was das Meditationsobjekt ist und wer man selbst ist.

 

Bei dieser Ausführung sollte man nun sofort fragen: JA – was nehme ich denn jetzt als Meditationsobjekt? Was will ich denn jetzt vollständig verstehen?

 

Und tatsächlich gibt es da mehrere Ansätze, welche Patanjali auch beschreibt und die man wissen sollte:

  • Die Fähigkeit unseren Geist auf einen Zustand auszurichten, die Meditation und Samadhi – diese drei zusammen – sind im Vergleich zu den 5 anderen Stufen auf dem Pfad, schwierig.
  • Diese drei letzten Stufen haben sogar einen eigenen Namen SAMYAMA. Das erklärt, dass „Yoga machen“ (Matte ausrollen und Beine hinter den Kopf brezeln) tatsächlich nur „Yoga machen“ ist und nichts mit dem eigentlich kostbarsten Teil im Yoga etwas zu tun hat. Denn…
  •  SAMYAMA (Ausrichtung, Meditation, Erleuchtung) muss Schritt für Schritt entwickelt werden.

Und das geht über die richtige Wahl des Meditationsobjektes, welches den Fähigkeiten und Neigungen des Yogaübenden entsprechen sollte. Daher bitte keine Überforderung am Anfang! Nicht gleich über Gott meditieren wollen.

 

Meditation und die daraus möglich folgende Bewusstwerdung über was auch immer wird also genutzt, um so richtig Innen aufzuräumen… den Bauernschrank auszumisten oder die Laterne zu putzen…

 

Wenn mich ein Verhalten an mir selbst stört, dann meditiere ich darüber und entdecke, dass das vielleicht eine Prägung ist, welche mir vom Pfarrer eingebläut wurde und überhaupt nichts mit mir und meinem tatsächlichen Verständnis über was auch immer zu tun hat…. Und wenn Sie das beim Meditieren entdecken, dann macht das keinen Spaß… Yoga macht dann wirklich keinen Spaß! Weil sie merken, dass nicht Sie selbst bisher die Dinge in der Hand hatten, sondern Ihre Prägungen... Aber wenn Sie etwas als „nicht Ihr´ s“ entlarven, dann könnten Sie es doch jetzt einfach loslassen und ab sofort ohne diese Konditionierung leben …

 

Und wenn so Yoga geübt wird, dann ist es doch auch verständlich, dass ein guter Yogalehrer, der selbst schon durch diese Prozesse gegangen ist, Erfahrungen und Lösungswege beschritten hat, eine nicht nur sinnvolle, sondern auch notwendige Begleitung ist. Denn wir sind alle voll von Prägungen... und nicht alle sind so toll und hübsch...

 

Hat man dann so richtig in sich aufgeräumt (der Schrank ist leer und die Laterne sauber), dann kann man auch über die großen Fragen des Lebens meditieren: Wer bin ich, wo komm ich her und wohin gehe ich, wenn ich diese fleischliche Hülle wieder verlasse?

 

Dann kann es sein, dass sich nochmals eine neue Qualität von Samadhi zeigt:

 

NIRBIJA SAMADHI – Es gibt einen Zustand, in dem unser Geist überhaupt keine Eindrücke mehr in sich trägt und in dem sich ihm nichts mehr verschließt. Dieser Zustand ist noch feiner und tiefer als der Zustand, der sich durch den Prozess der Meditation auf ein Objekt entwickelt (Samadhi).

 

In diesem Zustand ist der Geist vollkommen durchlässig, frei von jeglicher Art von Widerständen und frei von allen Eindrücken der Vergangenheit.

 

Das ist, als würde sich das Menschsein auflösen und nur noch Geist/Gedanke sein, welcher sich dann auch noch auflöst… und was dann geschieht entzieht sich jeder Beschreibung.

 

Die Bhagavad Gita, eine alte vedische Schrift, welche ich ganz zu Anfang meines Blogs im Dezember 2017 und Januar 2018 schon mal zitiert hatte (die Geschichte mit dem Königssohn der gegen seine Verwandten kämpfen muss und nicht will und Krishna – der blaue indische Gott – mal schnell alles erklärt) versucht in dieser Geschichte diese unendliche Vollkommenheit, welche bei Samadhi erfahren wird, zu erklären.

 

Doch letztlich gibt es keine passenden Worte und nur jeder selbst kann es erfahren. Und der, der es erfahren hat verliert seinen Glauben, weil er Gewissheit oder Weisheit erlangt hat.

 

 

Na, jetzt könnte man ja schon langsam mal…

 

… raus aus der Komfortzone – rein in die Freiheit!

 Herzliche Grüße

 Nikola Knecht

 

 

 

Adresse Räumlichkeiten: Schlossermauer 33, 86150 Augsburg

 

 

Weder stelle ich Diagnosen, noch gebe ich Heilversprechen oder erstelle Therapievorschläge.

Meine Begleitung ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei Angehörigen der Schulmedizin.

Die hier veröffentlichten Texte spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung und Erfahrung der Autorin wieder.

Texte und Bilder: Alle Rechte liegen bei Nikola Knecht, Schwibbogenplatz 2e, 86153 Augsburg

 

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