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Der menschliche Verstand – die wilden Affen auf dem Baum oder der Sinn von Meditation im Alltag

Im Yoga werden gerne Geschichten erzählt, um den Sinn besser zu vermitteln. Es gibt eine sehr bekannte Metapher, die unseren menschlichen Verstand sinnbildlicht erklärt und was das Üben von Meditation für eine Auswirkung auf unsere Gedanken hat:

 

Stellen Sie sich einen Baum vor, auf dem eine Affensippe lebt.

Ein riesen Geschrei.

Jung und Alt klettern durch diesen Baum, schwingen sich von Ast zu Ast.

Runter vom Baum – rauf auf den Baum.

Ab und an sitzen auch welche und lausen sich genüsslich gegenseitig. Auf jeden Fall ist da ganz schön viel los auf diesem Baum und vielleicht sind es ja auch noch Brüllaffen aus der Familie der Klammerschwanzaffen aus Südamerika und dann können Sie sich ja jetzt gut vorstellen dass da echt was los ist auf diesem Baum…

 

Und genau dieses Bild symbolisiert Sie und Ihre Gedanken.

Die Affen sind Ihre Gedanken.

Keine Ruhe in Ihren Gedanken.

Ein Gedanke jagt den anderen, so wie ein Affe den anderen.

Alles brüllt durcheinander – nicht einen Augenblick Ruhe!

 

Ahhh … Sie denken, ich kenne Sie?

Nein – das ist bei den meisten Menschen an ganz normaler Zustand des Geistes, besser des Verstandes und somit der Gedanken… Sie befinden sich also in bester Gesellschaft!

 

Beginnen wir nun ernsthaft Yoga zu üben, so mit Yamas und Niyamas, Asanas und Pranayama und setzten uns dann auch noch hin und beginnen mit dem Rückzug der Sinne und der Konzentration auf unseren Meditationsgegenstand… ja, dann…?

 

Dann werden die Affen auf dem Baum allmählich ruhig.

Nur noch vereinzelt springt mal einer auf einen anderen Platz.

Die Affen lausen sich noch ein bisschen gegenseitig, legen sich entspannt hin und schauen auf den Nachbarbaum.

Es herrscht Ruhe im Baum, obwohl die Affen noch alle darauf sitzen.

 

Das ist der Zustand von Meditation

Ruhe im Geist, weil der Meditierende selbst die Gedanken lenkt und nicht mehr von den Gedanken gelenkt wird.

 

Schön, gell? Schon beim Lesen entwickelt sich eine große Sehnsucht nach dieser Ruhe im Geiste.

Und wie das geht, also mit all den fein auf einander abgestimmten Techniken des Yogas, die einander bedingen... das habe ich Ihnen ausführlich in den letzten Blogeinträgen vermittelt. Wenn es nicht klappen würde... hätte dann Yoga oder eine andere Technik wie Thai Chi oder Chi Gong all die Jahrtausende überlebt....? Sicher nicht!

Schon immer sehnen sich die Menschen nach Frieden, Liebe und Glück. Und schon immer gibt es Wege dazu. Innere Wege. Das ist das "Problem". Der Mensch sucht im Außen nach der Erfüllung dieser Zustände...

 

Und nun raten Sie einmal was Samadhi ist? Also, wenn der richtig tolle NIRBIJA SAMADHI, bei dem der Geist überhaupt keinen Eindrücken mehr ausgeliefert ist, eintritt und dieser vollkommen still ist – was machen dann die Affen?

 

Bei Nirbija Samadhi sind keine Affen mehr auf dem Baum…

Totale Ruhe…

Totaler Frieden…

Totales Glück...

Vollkommene, bedingungslose Liebe...

Eine Erlösung…

Oder wie die Yogi´ s sagen: Nirvana…

 

Es gibt noch eine bildliche Erklärung mit einem See, die das Selbe aussagt:

 

Stellen Sie sich einen See vor, der ganz trüb ist, weil der schlammige und sandige Untergrund des Sees vollkommen aufgewühlt ist.

Der aufgewühlte Dreck sind wieder Ihre Gedanken, Muster und Konditionierungen, die sich überall in Ihrem Sein (See) verteilen und alles ganz trüb und undurchlässig erscheinen lässt.

 

Fühlen wir uns nicht alle einmal (im wahrsten Sinne) aufgewühlt…?

 

Üben Sie Yoga, kommen Sie zur Ruhe, meditieren Sie und kontrollieren Ihre Gedanken und diese werden ruhig, dann ist es, als würde der Dreck sich langsam auf den Grund des Sees absenken.

 

Und was passiert dann mit dem Wasser?

Es wird klar.

Sie haben den Durchblick bis auf den tiefen Grund des Sees.

Oder besser – Sie haben den tiefen Durchblick bis tief in Ihr Unterbewusstsein und werden sich nun klar über sich selbst. Sie werden sich über sich bewusst und haben somit eine Bewusstseinsveränderung.

 

Und aus dieser erfahrenen Bewusstseinsveränderung heraus haben Sie immer die Möglichkeit sich zu entscheiden:

Affen auf dem Baum oder keine Affen?

Dreckiger See oder klarer See?

Jeder Affe und jeder Dreckbatzn (ein sehr bayrischer Begriff für ein Stück Dreck) symbolisiert eine Prägung, die mit einer Emotion gekoppelt ist, die nicht bedingungslose Liebe ist. Wir gehen ein bisschen in die früheren Blogartikel zurück und ich erinnere an die Geschichten mit dem Bauernschrank und der Laterne: jedes olle Buch oder der Zinnkrug oder jedes Blatt oder die Spinnwebe in der Laterne beschreiben das auch.

 

Da fällt die Entscheidung vermutlich nicht sonderlich schwer…

 

Ganz gleich von wem Sie sich Hilfe holen um Ihren Baum ruhig oder gar leer werden zu lassen oder den See wieder klar zu machen – es ist immer nur Hilfe zur Selbsthilfe. Sie werden sich für sich entscheiden müssen und diesen Weg, Ihren ganz eigenen und einzigartigen und einmaligen Weg, selbstständig gehen müssen, wenn Sie denn die Ruhe, die Freiheit, den Frieden und die immer vorhandene Liebe erfahren wollen.

 

Was muss ich denn noch alles erzählen, damit Sie endlich Ihren Weg nehmen …

 

… raus aus der Komfortzone – rein in die Freiheit!

Herzliche Grüße

Nikola Knecht

 

 

 

Adresse Räumlichkeiten: Schlossermauer 33, 86150 Augsburg

 

 

Weder stelle ich Diagnosen, noch gebe ich Heilversprechen oder erstelle Therapievorschläge.

Meine Begleitung ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei Angehörigen der Schulmedizin.

Die hier veröffentlichten Texte spiegeln ausschließlich die persönliche Meinung und Erfahrung der Autorin wieder.

Texte und Bilder: Alle Rechte liegen bei Nikola Knecht, Schwibbogenplatz 2e, 86153 Augsburg

 

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